"Fellnasen vom Pfälzerwald"

Zucht von mongolischen Rennmäusen

Kleiner Steckbrief der mongolischen Rennmaus:

  •  Körperform: Die Rennmaus besitzt einen eher rundlicher Kopf, ovale Ohren und lange Tasthaare (Vibrissen) mit denen sie ihre Umgebung ertasten kann um auch bei Dunkelheit ihre Umgebung wahrnehmen zu können. Mit Hilfe ihrer seitlich angebrachten, großen, mandelförmige Augen (schwarz oder rot - je nach Farbschlag) hat sie einen guten Rundumblick. Sie besitzt einen ausgesprochen guten Geruchssinn und ein sehr gutes Gehör, mit dessen Hilfe sie Töne, beispielsweise im Ultraschallbereich, wahrnimmt, die der Mensch nicht hören kann. Der Körper ist langgestreckt. Sie besitzt seidiges, dicht behaartes und anliegendes Fell. Ihre Hinterfüße sind im Vergleich zu den Vorderbeinen verlängert, was der Rennmaus ein hohes Lauftempo und Sprünge ermöglicht, zusätzlich ist sie in der Lage sich auf ihre Hinterfüße zu stellen. Mit ihren Vorderpfoten gräbt die Rennmaus ihr Höhlensystem und buddelt ausgiebig nach Futter, dass sie beim Nagen/Fressen in ihren Vorderpfoten hält. Sie besitzt einen langen behaarten Schwanz, der am Ende idealerwiese mit einer Haarquaste versehen ist. Bitte die Rennmaus niemals am Schwanz reißen, ziehen oder einfangen: Der Schwanz kann dadurch abreißen, was sehr schmerzhaft für die Tiere ist, der Schwanz wächst nicht mehr nach!      

                                                 

  • Körperlänge: Männchen ca.8-12 cm, Weibchen ca. 6-11 cm, wobei der behaarte Schwanz ebenfalls 10-12 cm lang ist
  • Gewicht: ausgewachsene Männchen ca.70g - 120g, ausgewachsene Weibchen ca. 60g - 100g
  •  Körpertemperatur: 37,4 - 38,6° C
  •  Atemfrequenz: 70 - 120/min
  • Herzfrequenz: 260 - 600/min, damit ist der Puls der Mäuse sehr hoch, was völlig normal ist
  • Anzahl der Zähne: insgesamt 16 Zähne. Bestehend aus 4 vorderen Schneidezähnen, die ständig nachwachsen und 12 Backenzähnen
  • Futterverbrauch: ca. 10 - 15 g /Tag
  • Wasserverbrauch: ca. 3 - 4 ml/Tag
  • Geschlechtsreife: Weibchen sind bereits im Alter von acht Wochen geschlechtsreif, Männchen mit ca. zwölf Wochen. Die Tragzeit beträgt ungefähr 22-26 Tage bis zur Geburt. Die Anzahl der Jungtiere kann zwischen 1-10 variieren, wobei in der Regel vier bis sechs Jungtiere geboren werden. Achtung: direkt nach der Geburt ist das Rennmausweibchen wieder fruchtbar, was häufig zu erneutem Nachwuchs führt!!Geschlechtsreife bedeutet nicht Zuchtreife!
  • Geschlechtsmerkmale: Bei der weiblichen Rennmaus liegen After und Harnröhrenzapf sehr nahe beieinander, wohingegen sich bei Rennmausböcken der Penis deutlich weiter weg vom After, eher unter dem Bauch, befindet. Zusätzlich sind die Hoden meist deutlich erkennbar.
  • Lebenserwartung: Bei artgerechter Haltung werden domestizierte Rennmäuse durchschnittlich 3-4 Jahre alt, allerdings können sie in Ausnahmefällen auch bis zu fünf Jahre alt werden.
  • Lebensweise: Rennmäuse halten keinen Winterschlaf und sind im Wechsel stundenweise nacht- und tagaktiv. Sie sind sehr schnell bzw. flink sowie auch von Natur aus sehr neugierig. Mongolische Rennmäuse leben als Gruppentiere in Familienverbänden, weshalb sie Haustier immer mindestens zu zweit gehalten werden müssen. Bitte schafft euch keine einzelne Rennmaus zur Einzelhaltung an, dies widerspricht der Lebensweise der Tiere.                                                                             Oftmals wird jedoch auch der Begriff „Gruppentier“ falsch gedeutet: Bei domestizierten Tieren können in größeren Gruppen auch nach längerer Zeit Komplikationen in Form von Rivalitäten auftreten. Diese Streitereien führen zu gefährlichen Beißerreien und  eventuell darauffolgendem Tod von Gruppenmitgliedern.                                                                                                                                                          Die beständigste Gruppe und für Anfänger am besten geeignet ist eine gleichgeschlechtliche Zweiergruppe!          

                                                                                              

  • Besonderheiten:
    -Duftdrüse: Rennmäuse haben am Bauch eine Duftdrüse (Ventraldrüse), die so aussieht als hätten die Tiere eine Art „Schlitz“ im Bauch. Durch diese Drüse markieren sie ihre Umgebung in dem sie beispielsweise ihren Bauch über den Boden, ihre Mitbewohner oder Einrichtungsgegenstände ihres Terrariums (Schlafhäuschen,  etc.) reiben. Die Duftdrüse kann sich, z.B. durch falsche Einstreu, ungeeigneten Badessand oder auch unter Stress, entzünden.                                                        

                                                                                                                                                                                                       -Hadersche Drüse: Nasenseitig, im Augenwinkel verfügt die Rennmaus über die sog. „Hadersche Drüse“, die ein rötliches Sekret bildet, dass zur Körperpflege beim Putzen verteilt wird. Bei manchen Tieren kommt es zu einer Ansammlung dieses Sekrets im Augenwinkel oder zum Abfluss des Sekrets über den Tränenkanal zur Nasenöffnung. Aus diesem Grund kann die Ansammlung des rötliches Sekrets manchmal vom Halter mit Wundschorf oder einer wunden Nase verwechselt werden, dabei besteht jedoch kein Grund zur Sorge.