"Fellnasen vom Pfälzerwald"

Zucht von mongolischen Rennmäusen

Transport und Einzug:

Zum Erwerb der Tiere gehört auch der Transport, der sich soweit wie möglich stressfrei gestalten sollte. Diesbezüglich sollte eine geeignete Transportbox (ca. 20x15cm) genutzt werden, Pappschachteln oder Pappkartons sind zum Transport der kleinen Nager denkbar ungeeignet. Die Anschaffung einer Transportbox ist unerlässlich, da sie für spätere Tierarztbesuch sowie als kurzzeitiger Aufenthaltsraum während der Gehegereinigung benötigt wird.                                                                                                                    Beim Transport sollte die Box gut mit Einstreu, Heu, Nistmaterial (ungefärbtes, geruchloses Toilettenpapier oder ungefärbtes, geruchsloses Küchenrollenpapier) und etwas Futter befüllt werden. Am Besten eignet sich die Hinzunahme von bereits benutzter Einstreu der Rennmäuse, da daran noch der Sippengeruch der Gruppe haftet. Bei längeren Transportwegen oder an heißen Sommertagen empfiehlt es sich, zwecks Flüssigkeitsaufnahme, kleine Gurkenstücke in der Box zu deponieren. Mit einem Handtuch kann die Transportbox zusätzlich vor Hitze oder Kälte geschützt werden, jedoch sollte auf eine ausreichenden Luftzufuhr geachtet werden.         

Achtung: Muss eine Maus zum Tierarzt transportiert werden, sollten ihre Gruppenpartner ebenfalls mittransportiert werden. Zum Einen fühlen sie sich in ihrer Gruppe sicherer, zusätzlich können eventuell aufgrund des Sippengeruchs und der Trennungszeit Schwierigkeiten auftreten, sofern die Rennmaus nach einem alleinigen Tierarztbesuch wieder in die bestehende Gruppe integriert wird.                                                                                  Weist eine Rennmaus äußerliche Wunden und Verletzungen auf, sollte die Transportbox zwecks Wundhygiene nicht mit Heu und Einstreu, sondern lediglich mit unbehandelten Küchentüchern befüllt werden.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Der Einzug:                                                                                                                                                              Bevor die Rennmusbewohner im neuen Heim einziehen können, sollte die neue Behausung eingerichtet sein. Zusätzlich sollte eine kleine Menge des bisher gewohnten Rennmausfutters ins neue Zuhause mitgenommen werden. Eine Futterumstellung sollte behutsam, in kleinen Mengen, erfolgen. Innerhalb der ersten Tage sollte den Mäusen die Möglichkeit gegeben werden sich in Ruhe an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Streicheleinheiten oder Fangversuche sind aus diesem Grund zunächst unangebracht. Haben sich die Rennmäuse gut eingelebt und beobachten ohne Scheu ihre Umgebung aufmerksam, kann der Körnergeber langsam mit ersten Annäherungsversuchen beginnen. Die Tiere sind zwar von Natur aus neugierig, dennoch benötigt man im Umgang mit ihnen Geduld. Die Rennmäuse sollten Gelegenheit haben sich an ihre Stimme zu gewöhnen.                                                                                                                                  Um die Tiere an die Hand zu gewöhnen, wird die Hand zunächst kurz mit etwas Streu aus dem Rennmausheim eingerieben, bevor sie flach ins Gehege gelegt wird. Auf der flachen Hand kann man zum Anlocken der Rennmäuse ein Leckerchen (Sonnenblumenkern, getrocknetes Mehlwürmchen o.ä.) platzieren, die Hand sollte ruhig im Gehege liegen und sich nicht bewegen. Bei diesem Vorgang ist Geduld gefragt, da er oft wiederholt werden muss. Zunächst werden sich die Rennmäuse vermutlich schnell die Leckerrei schnappen und sich zum Fressen zurückziehen. Nach und nach verlieren die Tiere ihre Scheu und bleiben womöglich bald beim Knabbern neben oder auf der Hand sitzen.                                                     Bleiben die Rennmäuse beim Fressen entspannt auf der Hand sitzen, kann man diese ganz ruhig ein paar cm anheben, allerdings muss damit gerechnet werden, dass sich Mäuse erschrecken und von der Hand herunterspringen. Diese Übung benötigt seitens der Rennmaus viel Vertrauen in den Halter. Viele Tiere lassen sich zunehmend an die Hand gewöhnen, sodass sie freiwillig kommen und vom Halter auch herausgenommen werden können oder auf dem Arm entlang krabbeln, allerdings werden nicht alle Rennmäuse so intensiv handzahm. Einige Renner bleiben eher scheu, die meisten hingegen werden „futterzahm“.                                                                                                                                                  Herausnehmen/ Einfangen: (beispielsweise zur Gehegereinigung und zur Überprüfung des Gesundheitszustandes) Sofern die Maus handzahm ist, kann sie recht einfach durch umschließen mit beiden Händen von unten aus ihrer Behausung genommen werden.                                                       Achtung: Bitte die Rennmaus nicht von oben greifen. Da sie zu den Beutetieren von Vögeln gehören würde sich die Maus massiv erschrecken. Die Rennmaus nicht am Schwanz festhalten oder hoch nehmen, der Schwanz kann dadurch abreißen, was sehr schmerzhaft für die Tiere ist!                                                                                                                                                                    Die Hand sollte sich dem Tier langsam und sichtbar von unten bzw. von der Seite nähern.                             Sofern die Rennmaus nicht handzahm ist, kann man sie mit Hilfe von Hilfsmitteln einfangen: dazu eignen sich Papprollen, Tunnel, Becher o.ä. in welche die Rennmaus von alleine hereinkrabbelt. Erkundet die Rennmaus neugierig das Hilfsmittel und befindet sich darin, kann der Ausgang mit der Hand zugehalten und das Behältnis vorsichtig transportiert werden. Als geeignetes Transportmittel empfiehlt sich folglich die Transportbox, diese kann offen in das Gehege gestellt werden. Nach kurzer Zeit werden die Renner zu Erkundungszwecken in die Box klettern, mit Hilfe derer die Renner dann aus ihrer Behausung transportiert werden können.