"Fellnasen vom Pfälzerwald"

Zucht von mongolischen Rennmäusen

Rennmauswerkstatt:

Damit im Rennmausheim keine Langeweile aufkommt, dürfen sich unsere Fellnasen hin und wieder über unsere Bastelideen freuen. Dies sind beispielsweise selbstgemachte Kuschelhöhlen, neue Einrichtungsgegenstände, Beschäftigungsmöglichkeiten oder ein neues Rennmausgehege.

Uns selbst bereitet es natürlich ebenfalls große Freude, wenn wir sehen wie sich unsere Mäusebande von neuen Basteleien begeistern lässt, weshalb wir auf dieser Seite ein paar Anregungen zum Nachbasteln und Nachbauen geben möchten.         


Schnelles Basteln aus Karton und Pappe:

Wenn man mal wenig Zeit hat und seinen Fellnasen dennoch etwas Abwechselung oder eine kostengünstige Alternative bieten möchte, kann man ohne handwerkliches Geschick auf die Schnelle ein paar kleine Bastelleien aus Pappe, Karton oder Toilettenpapierrollen herstellen.

1) Kleines Leckerlie-Versteck: Dazu wird lediglich eine Toilettenpapierrolle sowie eine Schere benötigt. Einfach eine Öffnung der Rolle unten umknicken,sodass keine Leckerchen rausfallen können. Nun an der anderen Öffnung ca. 1cm große Schnitte einfügen. Anschließend die Papprolle mit Leckerchen und vor allem Heu oder Zewa vollstopfen, damit die Mäuschen ordentlich beschäftigt sind. Zum Abschluss die angebrachten Schnitte an der oberen Öffnung einfach nach innen umklappen,sodass nichts herausfallen kann.


2) Leckerlie-Kugel: Auch für diese kleine Bastelidee wird lediglich eine Toilettenpapierrolle und eine Schere gebraucht. Zu Beginn die Toilettenpapierrolle etwas zusammendrücken und mit der Schere in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Nun schiebt man die ersten beiden Streifen übereinaner, sodass sie ein Kreuz bilden. Anschließend können bereits Leckerchen, in Heu oder Zewa gewickelt damit nichts rausfällt, darin plaziert werden. Zum Schluss werden die verbliebenen Streifen über die Kugel geschoben, sodass diese an Stabilität gewinnt. Nun können sich Eure Fellnasen nach Herzenslust an der Kugel austoben.



3) Tunnelsystem aus Pappe: Für schnelle, kostengünstige Bastelideen eignen sich übriggebliebene Kartons, Zewa-Rollen oder Posterrollen hervorragend. So lassen sich ohne großen Aufwand tolle Tunnelsysteme bauen, die Eure Fellnasen mit Sicherheit begeistern und von ihnen gerne genutzt werden. Dazu wird mit der Schere lediglich ein passendes Loch in den Karton geschnitten und die Pappröhre anschließend eingesteckt. Der Karton kann anschließend reichlich mit Futter, Heu, sowie weiterem Nist- und Nagematerial befüllt werden. Eurer Fantasie sind bei diesem Basteltipp keine Grenzen gesetzt!


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Basteln aus Eisstielen:

Wer das Reich seiner Fellnasen gerne mit besonders dekorativen selbstgemachten Ideen verschönern möchte, kann sich beim Basteln mit Eisstielen vielseitig schöpferisch austoben, der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt!


Benötigtes Material:                                                                Eisstäbchen (aus dem Bastelladen oder günstig online kaufen) sowie ein für die Mäuse ungefährlicher, daher lösungsmittelfreier und wasserlöslicher Holzleim. In diesem Zusammenhang haben wir sehr gute Erfahrungen mit Ponal-Holzleim gemacht, den wir häufig zum Kleben, Basteln und Bauen in unseren Mäuseunterkünften verwenden.


Vorgehen: Beim allerersten Bastelversuch empfiehlt es sich, zunächst mit einem kleinen Einrichtungsgegenstand, beispielsweise einem,Sandkasten, Stuhl oder einem Tisch zu starten. So kann man erstmal die Klebeeingenschaften testen. Solange der Kleber noch nicht getrocknet ist, ist es nicht schlimm wenn man sich mal "verbaut" oder an der falschen  Stelle klebt. Überschüssigen Kleber kann man problemlos mit einem Zewa abwischen.


Hat man nun erste kleine Bastelerfolge erzielt,kann man sich an ein größeres, detailreiches Bauprojekt für die Fellnasen heranwagen, wie z.B. einem Wohn- und Schlafhaus.                                                                                Manchmal ist es hilfreich sich vorher eine kleine Skizze anzufertigen und/oder die späteren Seitenlängen auszumessen. Größe, Form, Aufteilung, Tür - und Fenstergestaltung obliegen ganz alleine Eurer Kreativität😋

Achtung: Für besonders nagefreudige Fellnasen ist diese Einrichtungsart nur bedingt geeignet. Manchmal schaffen es die kleinen Nagezähnchen ein in liebevoller,stundenlanger Handarbeit gefertigtes Häuschen innerhalb von kurzer Zeit zu vernichten!😊



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Tontopf mit Loch für heiße Sommertage 🌞

Gerade an heißen Tagen freuen sich Rennmäuse und andere Nagetiere über ein kühles Plätzchen oder Sommerversteck, weshalb wir für unsere Fellnasen einige Blumentöpfe mausgerecht umgestaltet haben.
Geleitet hat uns dabei die Frage: Wie kommt das Loch in den Topf? (ohne, dass dieser zerspringt oder kaputt geht😇) Beim Nachbasteln dieses Einrichtungsgegenstands benötigt man etwas handwerkliches Geschick. Unser Tipp: Der richtige Topf ist entscheidend!

Benötigtes Material: Keramiktöpfe oder Blumentöpfe, die mit Keramik glasiert sind, springen beim Bearbeiten schnell. Aus diesem Grund haben wir uns für herkömmliche Tontöpfe entschieden. Diese sind recht massiv (daher auch etwas schwerer), und günstig zu erwerben. (Baumarkt, Amazon, Ebay im 10er-Pack unter 10,- Euro). 

 Zusätzlich benötigt man: Zeitungspapier, Akkuschrauber mit Lochsägenaufsatz (wichtig: für Stein,Keramik,Fließen) und herkömmliches Schleifpapier.

Vorgehen zum Nachbasteln:
Beim Sägen mit dem Akkuschrauber sowie auch beim Abschleifen entwickelt sich sehr feiner Tonstaub, weshalb wir empfehlen, zum Schutz des Bodens alte Zeitungen auszulegen. Anschließend kann man noch etwas Zeitungspapier fest in die Tontöpfe stopfen.
Nun heißt es, ran an den Akkuschrauber und los gehts:
Achtet beim Sägen darauf, dass ihr den Lochsägenaufsatz zwar fest auf den Topf drückt, aber zunächst erst langsam bohrt/sägt. Bitte den Topf gut festhalten (evt. zwischen die Füße klemmen), damit man nicht abrutscht.

Ist das Loch im Topf, sollte der Rand noch etwas mit herkömmlichem Schleifpapier abgeschliffen werden, damit sich eure Fellnasen nicht an den scharfen Kanten verletzen können.
Fertig ist das kühle Mäuseversteck!

Zum Schluss kann der Topf noch mit ungiftigem Sabberlack individuell bemalt und gestaltet werden, so kann man dem neuen Sommerversteck eine persönliche Note verleihen oder dieses farblich ans Rennmausheim anpassen.


Was tun ohne Lochsägenaufsatz???  

Wer keinen Akkuschrauber mit Lochsägenaufsatz zur Hand hat, kann sich auch an der "Back to Basic"- Variante versuchen:
Dazu benötigt man einen Hammer, einen Schraubenzieher oder eine lange Schraube sowie zusätzlich eine große Portion Geduld und Feingefühl😅
Versucht an der geplanten Lochstelle durch leichte Schläge auf den Schaubenzieher oder die Schraube die Tonschicht des Topfes Schicht für Schicht abzutragen. Gut aufpassen, dass man nicht abrutscht!  Ich würde davon abraten, direkt mit dem Hammer auf den Tontopf zu schlagen, da dieser dann womöglich zerspringt.
Nach vielen, vielen sanften Schlägen auf den Schraubenzieher (oder die Schraube), schafft man es schließlich, ein kleines Loch in den Tontopf zu schlagen und kann dieses durch weitere Schläge dementprechend erweitern.  Auch bei dieser Variante empfiehlt es sich, die Ränder mit Schleifpapier abzuschleifen um eventuelle Kanten zu beseitigen.
Eure Fellnasen werden sich mit Sicherheit über den Arbeitseinsatz ihrer KörnergeberInnen freuen!                                                                                                                                                            An heißen Tagen kann der Tontopf für ca. 15 min im Kühlschrank deponiert und anschließend ins Gehege gelegt werden - Ton speichert die Kälte sehr gut.   


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Rennmausgehege:

Es gibt zahlreiche Varianten und Ideen um den Fellnasen ein möglichst artgerechtes Heim selbst zu bauen. Dabei liegt der Vorteil eindeutig darin, die Größe und verwendeten Materialien selbst zu bestimmen. Zusätzlich ist ein Eigenbau häufig preisgünstiger und man ist nicht auf lange Lieferzeiten angewiesen.


Variante 1: Terrarium aus OSB-Platten                                                                                   

Bis vor einigen Monaten haben wir für den Eigenbau unserer Rennmausbehausungen sog. "OSB 3 -Platten" mit formaldehydfreier Verleimung (Stärke: 18 mm) verwendet. Diese sind zwar minimal teurer als herkömmliche OSB-Platten, allerdings konnten wir diese ohne Bedenken hinsichtlich der Gesundheit  unserer Fellnasen verwenden.                                                                                                                                                                Die Platten wurden im ortsansässigen Baumarkt passgenau zugeschnitten, sodass wir diese lediglich mit Bohrmaschine und Akkuschrauber zusammengeschraubt haben. So konnten wir trotz Dachschräge zwei tolle Gehege unterstellen und deren Größe direkt an die Dachschräge anpassen.

Bevor wir uns jedoch dem Zusammenbau der Einzelteile widmen könnten, wurden von uns sämtliche Bauteile zum Schutz vor Urin umfassend mit ungiftigem Epoxidharz (T45 Firma Breddermann) versiegelt.  Die versiegelten Oberflächen erleichtern uns die Gehegereinigung.                                    Als besonderes Highlight haben wir die Einstreukante auf 35 cm erhöht,was einen weiteren Vorteil gegenüber herkömmlich vorgefertigten Terrarien mit sich bringt. Unsere Mäuse können dadurch nach Herzenslust buddeln und graben,ohne dass Einstreu beim Türen öffnen nach außen fällt. Damit wir die Fellnasen beim Buddeln beobachten können, ließen wir von einer ortsansässigen Glaserei eine passendee Scheibe zuschneiden und passten diese in einen selbstgebauten Holzrahmen in der Front ein.                                                           Desweiteren konnten wir uns auf beiden Seitenteilen individuelle Lüftungsöffnungen aussägen, um eine ausreichende Luftzirkulation in der Mäuseunterkunft zu gewährleisten. An den Außenseiten der Seitenwände haben wir engmaschigen Maschendrahtzaun festgetackert, sodass unsere Fellnasen keine unerlaubten Ausflüge unternehmen können.                                                                                                                                                                  Die Etagen im Innenraum haben wir aus den Reststücken der OSB-Platten ausgesägt und von außen angeschraubt. Als Spezialeffekt haben wir in die Decke eine kleine dünne LED-Lampe (5 Watt) eingebaut. Diese wird nicht war/heiß und dient an dunklen Wintertagen als Beleuchtung.  

Etwas knifflig bei dieser Gehegevariante ist die Front: Bei herkömmlichen Terrairen besteht die Front aus zwei eingesetzten Glas-Schiebetüren. Bei unseren Dachschrägen-Eigenbauten gestaltete sich dies etwas schwierig, weshalb wir uns für aufklappbare Türen aus OSB-Platten entschieden haben, die mit Hilfe von Scharnieren mit den Seitenwänden verschraubt wurden. (Dies war die kostengünstigere Türvariante, es wäre durchaus möglich gewesen bei der Glaserei zwei Terrarienscheiben zuschneiden und diese ebenfall einzupassen). An den Gehegetüren haben wir ebenfalls Lüftungsöffnungen mit Maschendrahtzaun eingesetzt.    

        

Variante 2: "Aus alt mach neu"                                                                                    Vor kurzem haben wir uns erneut mit dem Thema "Gehegenbau" beschäftigt und einige unserer Rennmausbehausungen modernisiert. Dabei haben wir uns von bekannten Gehegeherstellern (www.nagerterra.de, www.nagerhuette.de) inspirieren lassen. Ausschlaggebend dafür war die Tatsache, dass wir selbst eine sog. "Nagerhütte" für unsere Wildfangnachzuchten bestellt haben. Überrascht hat uns dabei der hohe Preis sowie vor allem die langen Lieferzeiten (4 Monate und länger). So packte uns der Ehrgeiz und wir starteten mit unserem "Gehegemodernisierungsprojekt":

Bevor wir mit dem eigentlichen Bau beginnen konnten, suchten wir zunächst passendes Material aus und entschieden uns für:                                                                                                                                                                      Eine Siebdruckplatte (Stärke 15 mm) als Boden, da sich Siebdruck einfacher abwischen lässt und somit eine Epoxidharzversiegelung zum Schutz vor Urin überflüssig macht. Die Siebdruckplatte wurde uns im Baumarkt wieder auf die passende Größe zugeschnitten (z.B. 120x60 oder 120x80). Die Reste der Siebdruckplatte nahmen wir totzdem mit und sägten anschließend passende Etagen für Laufrad,Sanbad etc. aus. Einziger Nachteil: Siebdruck ist etwas teurer, allerdings überwiegten für uns die Vorteile der Hygiene und Langlebigkeit.

Für Rückwand, Seitenwände und Decke verwendeten wir, wie andere Terrarienhersteller,  melaminharzbeschichtete Spanplatten  (Stärke: 16mm), deren Farbe individuell wählbar ist. Wir entschieden uns für eine helle Beschichtung der Farbe "Ahorn", da der Siebruckboden recht dunkel ist. Auch dieses Material überzeugt durch eine leichte Reinigung und ersparte uns die Epoxidharzversiegelung. Wieder wurden uns die Platten direkt im Baumarkt passend zugesägt. Die jeweiligen Lüftungsöffnungen sägten wir Zuhause in Rückwand, Seitenwand und ggf. Decke. Wie beim OSB-Terrarium tackerten wir von außen Maschendrahtzaun an den Lüftungsöffnungen fest.                                                           

Die Front: ganz nach dem Motto "aus alt mach neu" verwendeten wir für das neue Rennmausheims einfach das Frontteil des alten OSB-Terrariums, so konnten wir auf weitere neue Bauteile (z.B. Türen) oder den Gang zur ortsansässigen Glaserei verzichten, was uns eine enorme Zeit- sowie Kostenersparnis einbrachte.

Innerhalb von 2 Stunden konnten wir die einzelnen Bauteile miteinander verschrauben und unseren Fellnasen ein neues modernisiertes Rennmausheim bieten. Mittlerweile haben wir auf diese Art 3 alte OSB-Terrarien modernisiert. Da wir von der einfachen Reinigung der Siebsruckplatte restlos begeistert sind, haben wir in sämtlichen Rennmausheimen Etagen aus Siebdruck verbaut.                                                                                             Die Gesamtkosten des Materials (also Boden, Seiten-, Rück- und Deckenwand + Zuschnitt im Baumarkt) für eine Terrarium in der Größe 120x80x80 cm betrugen ca. 80,- Euro.                             

 

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Kuschelhöhlen:

Die Kuschelhöhle oder Futterhöhle ist sehr einfach zu basteln, erfordert kein handwerkliches Geschick und benötigt nur wenig Materialeinsatz.  Gerade im Winter eignet sie sich perfekt als warmes Rennmausversteck und wird von meinen Fellnasen gerne als gemeinsames Nest zum schlafen und kuscheln genutzt. Zusätzlich kann sie von den Mäusen ausgiebig auseinandergerupft werden und eignet sich damit sehr gut als Beschäftigungsmöglichkeit.

Benötigtes Material:                                                                                                                                                      Luftballons - Form und Farbe spielen dabei keine Rolle, etwas Wasser,                                                                   unbedrucktes Küchenpapier (z.B. Zewa) oder unbedrucktes Toilettenpapier

Anleitung zum Nachbasteln:                                                                                                                                            Zu Beginn werden die Luftballons ganz herkömmlich aufgeblasen. Im zweiten Schritt Küchen- oder Toilettenpapier von der Rolle zupfen und mit etwas Wasser anfeuchten. Nun den Luftballon in mehreren Schichten mit dem angefeuchteten Papier umwickeln, bis der Luftballon nicht mehr durchschimmert und großflächig bedeckt ist. Am Luftballonknoten kann man eine kleine Öffnung ohne Papier belassen. Die Anzahl der Schichten ist variabel und abhängig vom genutzen Küchenpapier - je mehr Schichten gewickelt werden, umso stabiler ist die Kuschelhöhle.

Ist der Luftballon ordentlich eingewickelt, muss er zunächst gut durchtrocknen, dies dauert in der Regel 24-48 Stunden. Anschließend einfach die Luftballons im Inneren der Höhle zum platzen bringen und komplett entfernen, damit die Mäuse keine Luftballonreste futtern können - Fertig ist die Kuschelhöhle!

Zum Schluss kann die Höhle mit Rennmausleckereien und ganz viel Heu befüllt werden. Eure Fellnasen werden sich über die kleine Abwechselung freuen!